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  • von Manfred Byamba

Nachbau des Žargalant-Köchers


​Das Ziel meiner Arbeit war ein Köcher, der zu meinem Bogen passt. Dieser Bogen, ein Han Wind von Mariner, wurde Bögen aus den Hauptperioden der chinesischen Geschichte, einschließlich der Ming-, Han- und der Qing- Dynastie, nachempfunden, ist allerdings ein moderner glasbelegter Bogen. In den oben genannten Dynastien wurden sogenannte Röhrenköcher, auch als „Geschlossene Köcher“ bezeichnet, verwendet. Dies war das Köchermodell, welches für mich in Frage kam. Im Mai 2008 entdeckte ein mongolischer Nomade beim Schafehüten im Gebirgsmassiv Žargalant-Khairchan im Altai-Gebirgsmassiv ein Felsengrab. In den Grabbeigaben wurde u.a. ein Röhrenköcher gefunden. Wie die nachfolgenden Untersuchungen ergaben, handelte es sich um einen Köcher aus dem 7.–8. Jh. n. Chr.

Im Jahr 2013 fand im Zug der Grabfunde in Deutschland die Steppenkrieger-Ausstellung statt. Für diese Ausstellung wurde u.a. dieser Röhrenköcher nachgebaut. Im Ausstellungskatalog gibt es detailreiche Abbildungen dieses Köchers. Er ist dort auch eingehend beschrieben. Der Nachbau ist meine Interpretation des Žargalant-Köchers. Ziel war es, trotzdem dem Original in Material und Form so nah wie möglich zu kommen. Als Materialien kamen daher nur Birkenrinde, Glutinleim, Leder, Holz, Rohhautriemen, Leinölfirnis und Bam- bus in Frage. Mit Birkenrinde konnte ich schon erste, gute Erfahrungen machen (siehe TB Nr. 70 / Griffumwicklung mit Birkenrinde). So sollte der Nachbau keine Probleme bereiten. Die sibirische Birkenrinde bezog ich wieder über sagaan.de.

Weiterlesen im Heft, Nr.77, Seite 30-33.

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